Die Wohnbauförderung in ihrer heutigen Form gilt Raumplanern längst als Triebfeder der Zersiedlung. Ökologen stufen sie als umweltkontraproduktiv ein, für Sozialexperten mangelt es ihr an sozialer Treffsicherheit, Ökonomen halten sie für eine ineffiziente Gießkannenförderung, und für Föderalismuskritiker ist sie ein Zeichen des fortschreitenden bundespolitischen Machtverlusts. Trotzdem bleibt alles so, wie es ist. Über ein Paradebeispiel für Misswirtschaft, Ignoranz und Reformverweigerung in Österreichs Politik – leider nicht das einzige.